Weltrekord noch vor Weihnachten

Wie heißt es so schön: “Gesagt, getan…” Im Falle unserer Seniorenstaffel M80 muss hier noch ergänzt werden: gründlich geplant! – Der Angriff auf den Hallen-Weltrekord über 4x 400m.

Sonntag , 19. Dezember 2021

Beim diesjährigen HSV-Sportfest galten die Eingangsbestimmungen 2G+, was automatisch in HH bedeutet, dass auch geboosterte Aktive den negativen Schnelltest vorzeigen müssen.
Nachdem der QR-Code eingelesen, das DLV-Anmeldeformular gespeichert, der Impfpass und der Perso kontrolliert waren, durfte die Halle endlich mit Atemmaske betreten werden.
Was dann aber Team M80 und als Geburtshelfer Team M65 unter dem Namen der Startgemeinschaft Hamburger Jungs ablieferten, war sensationell.

Der bestehende M80-Weltrekord einer kanadischen Staffel von 2013 stand auf 6:06,23 min, d.h. jeder der 4 Läufer durfte im Mittel 1:31,5 min = 91,5 s für die 2 Hallenrunden benötigen.

Startläufer und Neuzugang Manfred Darimont ging die erste Runde mit 40 s sehr schnell an, vielleicht durch den „Hasen“, den 1. Läufer der 2. Staffel Norbert Kubischok (Jg. 47) mitgezogen, aber in der 2. Runde musste Manfred mit schweren Beinen kämpfen, erreichte trotzdem für ihn fabelhafte 91,3 s. Die 2. Staffel ging mit 15 m Vorsprung mit Christian Boysen (Jg. 42) in die zweite Runde, gefolgt von dem Seniorensportler des Jahres 2021 Hartmann Knorr. Hartmann holte auf und übergab den Stab nach 88,6 s an Heinz Keck, der zeitgleich mit Antoni Thoma (Jg. 52) lossprintete. Jetzt erwachte das Publikum, ahnend, dass der alte Weltrekord zu knacken war und feuerte lautstark und mit rhythmischen Klatschen die Oldies an.

Der jüngere Läufer gab dem um 11 Jahre älteren Sportkollegen Schützenhilfe und lief die ganze Strecke direkt neben seinem Vereinskollegen her, sodass auch Heinz unter 90 s blieb und den Stab bei einer Zwischenzeit von 4:29,17 min an den Schlussläufer Axel Wendt übergeben konnte.

Axel hatte also genau noch 97,2 s für die abschließenden zwei Runden zur Verfügung. Als Axel nach 300m bei einer Zwischenzeit von ca. 5:13 min in die letzte Runde einbog, ging ein Raunen durch die Halle: „Die schaffen das!“ gefolgt von lautstarken Anfeuerungsrufen. Souverän steuerte Axel, nicht im Tempo nachlassend, auf die Ziellinie zu.

5:57,18 min zeigte die große LED-Tafel nach Zieldurchlauf an, die Läufer beider Teams rissen die Arme hoch und beglückwünschten sich gegenseitig. Am Ende wurde die Zeit noch um einige Hundertstel korrigiert, aber das störte keinen in der Halle, denn 5:57,21 min sind WELTREKORD, natürlich offiziell erst dann, wenn die zuständigen Gremien HHLV, DLV, EMA, WMA alle Wettkampfprotokolle gesichtet und akzeptiert haben.

Ein Projekt, im Herbst von Heinz Keck angeregt, systematisch vorbereitet und erfolgreich abgeschlossen von über 80-jährigen Sportlern der LG Alsternord.

Text und Fotos: Antoni Thoma

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